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Die Welt bebt und genau deshalb bluten alte Wunden wieder

  • 23. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Warum geopolitisches Chaos uns besonders trifft, wenn wir narzisstischen Missbrauch kennen


Ich halte mich als Lebens- und Sozialberaterin bewusst aus parteipolitischen Diskussionen heraus. Doch in meinen Beratungen fällt mir immer häufiger auf, wie sehr die aktuelle weltpolitische und geopolitische Lage uns Menschen emotional belastet.

Existenzängste, Zukunftssorgen, die Angst vor Arbeitsplatzverlust oder finanziellen Engpässen, all das greift spürbar um sich.

Viele berichten, dass ihre Zündschnur kürzer geworden ist, dass sie schneller gereizt sind, sich überfordert oder ohnmächtig fühlen.


Für Menschen, die in der Vergangenheit emotionale oder narzisstische Missbrauchserfahrungen gemacht haben, kann diese Zeit besonders herausfordernd sein. Denn das, was derzeit auf globaler Ebene geschieht, erinnert in seiner Dynamik an bekannte Manipulationsmuster:

  • ständige Verwirrung

  • unklare Botschaften

  • Widersprüche

  • Falschinformationen

  • plötzliche Meinungswechsel

  • Schuldumkehr


Man weiß kaum noch, was man glauben kann. Heute gilt dieses, morgen jenes – gestern war alles anders.

Das erzeugt genau jenen inneren Stresszustand, den Betroffene aus toxischen Beziehungen so gut kennen:

das Gefühl, nie zur Ruhe zu kommen, ständig wachsam zu sein, weil jederzeit „etwas passieren kann“.


Was in unserem Körper passiert


Unser Nervensystem besteht grob gesagt aus zwei Hauptakteuren: dem Sympathikus und dem Parasympathikus.

Der Sympathikus ist zuständig für Aktivität, Leistungsbereitschaft und Flucht- oder Kampfreaktionen. Gerät er dauerhaft in Alarmbereitschaft, spüren wir Unruhe, Druck, Verspannungen oder Schlafprobleme.

Der Parasympathikus dagegen steht für Regeneration, Verdauung und Heilung. Er hilft uns, zu entspannen, klar zu denken und mitfühlend zu bleiben.


Wenn die äußere Welt laut, chaotisch und unvorhersehbar wird, neigt unser Körper dazu, im Sympathikus-Modus „stecken zu bleiben“. Wir fühlen uns dann wie unter Dauerstrom. Deshalb ist es so wichtig, gerade jetzt im Inneren Ruhe zu kultivieren, damit wir handlungsfähig bleiben, statt in Schockstarre oder Erschöpfung zu verfallen.


Was du konkret tun kannst


  • Reduziere Informationsrauschen. Informiere dich einmal täglich bei einer seriösen Quelle. Alles andere blockiere konsequent. Eine 24/7-Beschallung mit Nachrichten lässt dein Nervenkostüm dauerhaft vibrieren.

  • Komm regelmäßig in Bewegung. Ein Spaziergang, Yoga oder bewusstes Atmen helfen, überschüssige Stressenergie abzuleiten.

  • Atme bewusst. Eine einfache Übung: Atme vier Sekunden ein, halte den Atem vier Sekunden, atme sechs Sekunden aus. Das beruhigt dein Nervensystem.

  • Grenze dich emotional ab. Du darfst mitfühlen, ohne mitzuleiden. Mach dir bewusst, was du wirklich beeinflussen kannst und was nicht.

  • Pflege soziale Wärme. Suche Kontakt zu Menschen, die dich erden, statt dich zusätzlich aufzuhetzen.

  • Kultiviere Hoffnung und Dankbarkeit. Auch in schwierigen Zeiten gibt es kleine Lichtblicke: in Begegnungen, in der Natur, in Momenten von Stille.


Hoffnung in unsicheren Zeiten


Wir leben in einer Epoche, die uns lehrt, dass äußere Sicherheit keine Garantie ist. Doch innere Sicherheit – die Fähigkeit, auch im Sturm zentriert zu bleiben – können wir lernen und stärken.

Wenn wir uns darin üben, im Inneren ruhig zu werden, während es draußen laut tobt, dann bleiben wir souverän, klar und mitfühlend zugleich.

Die Welt mag gerade unruhig sein, aber wir müssen es nicht sein.


Unsere größte Kraft liegt darin, dass wir bewusst entscheiden können, wie sehr wir das Chaos im Außen in unser Inneres lassen.



 
 
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Erkennst du dich in diesen Themen wieder und möchtest mit mir ins Gespräch kommen?

Ich begleite dich gerne auf deinem Weg: 

+43 (0)699 16993669 // info@empowerment-coaching.at

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